Programmieren Sie: Freiheit.

Why not, Handelsblatt / Why not, Handelsblatt
Ploppt es? Brummt es? Trifft ein Tropfen auf die glatte Wasseroberfläche? Oder haben Sie sich ein helles Quaken aus den frühen Zeichentrickfilmen von Donald Duck auf Ihren Computer geladen, das Ihnen mitteilt, dass eben eine elektronische Botschaft auf Ihrem Email-Konto eingetroffen ist?

Ein Kollege von mir probierte es mit dem Pfeifthema aus Quentin Tarantinos Soundtrack von „Kill Bill", das hatte Klasse. Leider bekommt er etwa 50 Mails pro Tag, so dass er sich ziemlich rasch etwas Knapperes suchte, bei gleich bleibendem Unterhaltungsfaktor. Zur Zeit hustet es bei „incoming mail", und wenn der Server in Form kommt, klingt sein Computer wie ein Asthmapatient.


Ich, warum? Mein Computer schweigt. Denn ich habe einen Befreiungsschlag gelandet, dessen Wirkung nur mit der Euphorie vergleichbar ist, die dich erfasst, wenn du deinen langjährig zugeparkten Schreibtisch mit archäologischem Fingerspitzengefühl aus- und umgegraben hast und die Sedimente ihrer Bestimmung zugeführt. Schwupps, noch einen Schwung mit dem Staubtuch über die glatte, leere Fläche und ein Lächeln an die eigene Adresse verschenkt: jetzt ist ein kostbarer Moment. Aufbruchsstimmung, Scheideweg: Nie wieder Archäologie auf dem eigenen Schreibtisch (und wenn doch, dann in unvorstellbar weit entfernter Zukunft).

Mein Computer schweigt, denn ich habe mich von allem Plingen, Ploppen und Husten befreit. Ich empfange nicht mehr. Nein, nicht dass ich einfach das Netzwerkkabel entfernt und mich zum elektronischen Kaspar Hauser ausgerufen hätte. Ich rationiere meine Aufmerksamkeit. Ich gebe Sprechstunden, täglich zwei. Eine morgens um neun, eine nachmittags um fünf. Dann ist per Eintrag in den Terminkalender jeweils eine Stunde reserviert, in der die Post bearbeitet wird, und zwar alle Post, die bequeme und die langweilige. Nichts bleibt liegen, abends um sechs ist mein Emailkonto sauber wie mein eben abgestaubter USM-Schreibtisch.

Muss ich die Vorteile wirklich ausführen? Keine Permaablenkung. Keine Aufmerksamkeitsbruchrechnung. Keine konzentrationsfressenden, unfreiwilligen Ausflüge ins Internet, und vor allem keine Spur jenes allgegenwärtigen Multitasking-Ärgers, der den höflichen Büromenschen völlig zu Recht erfasst, sobald die Moderneren von uns ihre Meetings damit verbringen, plopp, brumm, quack, dauernd auf der Tastatur ihres Laptops herumzufummeln.

Was die Freiheit kostet? Nichts als Stress, und in dieser Währung bezahle ich gerne. Das bisschen was an Slam Poetry, wie sie beim geistesgegenwärtigen Hin und Hermailen manchmal entstanden ist, kann ich verschmerzen. Gäbe es die Freiheit doch öfter so günstig im Sonderangebot.

Nebenan hustet es. Dafür habe ich ein Lachen programmiert.

6 Comments

I started out cigs when I was 14 years old. This ended up being the dumbest wrong move I've made. Right now I'm older and I have lung cancer. While attempting to give up smoking cigarettes, I saw the electronic cigarette and i intend to see how it works. Hopefully, it's going to help me with this nasty dependence.

I have not had a puff in over a year. The hardest thing concerning quiting smoking may be the beginning week. The good news is that these effects didn't last long and stuff got better every day thanks to the e-cig. Never feel overwhelmed. Simply just be strong and you may well succeed forever.

I have found quitting will be harder than you can imagine. I began using cigarettes while I was a kid. It had been the most terrible mistake of my life. Now 30 years down the road and I have lung disease. I bought a huge number of the stopping tricks however not anything worked for me. My final try will be the electronic cigarettes in the end.

I have found finally quitting is almost impossible. I began using tobacco while I was just a kid. It absolutely was the most unfortunate mistake I've made. Today 30 years down the road and I have lung cancer. I tested most of the stop smoking tools but not anything helped me stop. My final try is a e cigarette in the end.

I have begun to realize stopping is actually harder than you can imagine. I started using tobacco while I was 14 years old. It had been the hugest wrong move I've made. Right now 20 years later and I have lung disease. I bought a huge number of the stopping methods still not a thing did any good. My final try is definitely the electronic cigarettes in the end.

I started cigarette smoking while I was 14 years old. That turned out to be the most terrible mistake I've made. Now 30 years down the road and I have bronchitis. While trying to kick the habit, I found the e cigs and i intend to see how it works. With some luck, it's going to assist me with this particular crappy dependence.

Leave a comment

Archiv



Subscribe