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Ich saß in einem Gastgarten am Wienfluss und las in einem Buch. Es war ein gleichermaßen fesselndes wie irritierendes Buch, die Sprache von einem magischen Rhythmus, den ich erst einmal durchdringen, dem ich mich anvertrauen musste, und so saß ich in diesem Garten im Schatten, mein Hund Barolo hatte sich verkrochen, und ich war in besagtes Buch eingetaucht, kopfüber.


Traf einen alten Bekannten, den ich seit einem halben Jahr nicht gesehen hatte. Wir waren in einer Gartenwirtschaft verabredet, und weil ich meinem Hund Barolo drei Tage frei gegeben hatte, um ins Burgenland zu reisen und die Ernährungsgewohnheiten der Eingeborenen zu studieren, kam ich allein in den Gastgarten.
Unlängst gingen mein Hund Barolo und ich spazieren. Normalerweise gehen wir, sobald wir das Haus verlassen, nach links. Dann marschieren wir Richtung Stadtpark, wo jetzt wieder die Akkordeonspieler blühen, aber manchmal gehen wir auch nach rechts, kleine Runde über die Grünflächen zum Markt.

Innere Kampfkunst

Kolumnen Kurier Freizeit • 1. October 2010
Der Mann stand mitten im Stadtpark. Er strahlte große Ruhe aus, obwohl er nicht still stand. Er bewegte sich. Er trug einen weißen, weiten Baumwollanzug und ließ eine Welle der Kraft und der Bewegung durch seinen Körper fließen. Er praktizierte die chinesische Kunst des Schattenboxens, Tai Chi.
Mein Hund Barolo und ich gehen in den Stadtpark, gemächlich, es wird ja schon wärmer, so dass sich ein schwarzer Hund, 13, nicht mehr gern allzu schnell bewegt. Es überholt uns eine adrette Dame besten Alters. Sie hat es eilig, aber nicht eilig genug, um meinen Hund nicht mit einem liebevollen Blick zu bedenken und ihm ein lockeres Streicheln gegen den Strich seines Fells angedeihen zu lassen. „Lass dich anschauen", sagt sie, und ich weiß, dass sie jetzt „So ein Schöner" sagen wird, und wenn Ihr wissen wollt, warum ich das weiß, dann antworte ich: Empirie. Einer, der seit 13 Jahren mit seinem Hund in den Stadtpark geht, weiß, was ungebetene Hundestreichlerinnen sagen.
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