Results tagged “Musik”

 Als der Sommer kam, lag ich im Garten auf der Wiese und starrte in den Himmel. Der Himmel war schwarz, es war warm: die Wärme war von jener Qualität, die sanft und füllig, aber noch nicht feucht genug ist, um ins Schwüle zu kippen. Nach und nach traten einzelne Sterne hervor. Ich sah dabei zu, wie sie heller wurden, sich zu einem gemeinschaftlichen Schimmer verbündeten, und dazu hörte ich nur das Rauschen des warmen Windes in der Krone des Nussbaums, während ich darüber nachdachte, welche Musik jetzt passend wäre. 

Schöner Krach

Kolumnen Kurier Freizeit • 17. June 2011
Mein Hund Barolo mag Lärm, oder sollte ich sagen, mein Hund Barolo macht Lärm? In diesen Wochen, in denen der meteorologische Sommer Augustschwüle verbreitet, hechelt mein Hund wie ein Dieselaggregat, und zwar solange, bis ihm einfällt, dass er jetzt schlafen könnte, dann höre ich das Pumpern, wenn er sich auf die Seite fallen lässt, von da an ist es unnatürlich ruhig. 

Mein Hund Nelson

Kolumnen Kurier Freizeit • 3. December 2010
Wir haben einen neuen Hund zu Hause. Er heißt Nelson. Nelson ist ein Hirtenhund, schwarz, was sonst, und er hat viele Haare. Das mit den vielen Haaren ist natürlich immer relativ, im Vergleich zu mir hat ja zum Beispiel der niederösterreichische Landeshauptmann eine Beatlefrisur, aber Nelson hat besonders viele Haare, viel mehr Haare als mein Hund Barolo auf jeden Fall. 
Strategien gegen den November: 1. Mein Hund Barolo zum Beispiel regnet, bevor er draußen im Grau beregnet wird. Sobald ich die Kühlschranktür öffne, taucht er wie eine schwarze Wolke in der Tür auf, donnert leise und beginnt aus den Mundwinkeln zu regnen. Wenn ich mir ein Brot mache, zum Beispiel mit der wunderbaren Bresaola, die ich mir hie und da bei „Vidoni" hole, verschlechtert sich die Wetterlage, der Regen wird stärker, und nach meiner Mahlzeit steht in der Küche das Wasser. 

"Feia"

Kolumnen Kurier Freizeit • 15. October 2010
Eine außergewöhnliche Sternenkonstellation (oder so ähnlich), machte es notwendig, dass mein Hund Barolo an dem Abend, als ich ein Überraschungskonzert des Ostbahn-Kurti besuchte, Gesellschaft von einer jungen Frau bekam, die in unserer Küche für eine Prüfung auf der Uni lernte. 
In der blauen Stunde bestellt mein Hund Barolo manchmal, wenn ihm danach ist, einen Gin Tonic und befiehlt mir, „die schwarze CD" einzulegen. 
Wenn mein Hund Barolo und ich spazieren gehen, treffen wir auf vielleicht 300 Straßenmetern eine interessante Auswahl an Roma-Musikern. Diese sitzen in wechselnder Reihenfolge an dafür vorgesehenen Plätzen und spielen Quetsche. 

Barolos Gesang

Kolumnen Kurier Freizeit • 23. April 2010
Über die Musikalität meines Hundes Barolo wisst Ihr Bescheid. Er ist ein äußerst sensibles Tier, was Melodiebögen und raffinierte Rhythmen betrifft, und immer wieder treffen bei uns zu Hause kleine Päckchen von Amazon ein, in denen sich musikalische Kostbarkeiten verbergen, die der Barolo per Internet geordert hat - zuletzt das schöne Album von Bonnie Prince Billy & The Cairo Gang namens „The Wonder Show of the World". Der Hund hört die traurig-schaurigen Klänge vornehmlich auf dem Rücken liegend, und wenn man sich zu ihm legt, lässt sich der Barolo sogar am Bauch streicheln.
Es folgt das Communiqué meines Hundes Barolo zum Frühlingsbeginn.
1. Es ist wichtig und gut, dass das Stadtgartenamt die Wasserhydranten im Prater wieder in Betrieb genommen hat. Dafür möchten wir uns bedanken. Wenn die Hydranten nicht in das Ressort des Stadtgartenamts, sondern der Feuerwehr fallen, bedanken wir uns hiermit bei der Feuerwehr. 
Mein Hund Barolo und ich saßen, als es draußen kalt war, über unserer Plattensammlung. Wir sortierten und prüften, hörten zu und diskutierten, und am Schluss hatten wir die ultimative Zusammenstellung von Hundesongs beinander, und weil ihr diese Songs nie mehr nicht hören wollen, brannten wir sie in folgender Reihenfolge auf die CD namens „Barolo's Dog Songs". Hier ist sie.

Die Zeitmaschine

Kolumnen Kurier Freizeit • 6. November 2009
Mein Hund Barolo und ich verbrachten letzte Woche einen Abend im Jahr 1983. Doch, das geht ganz einfach. Man muss die Ungargasse im dritten Bezirk ansteuern, auf Nummer zehn steht die Zeitmaschine.

Hundelieder

Kolumnen Kurier Freizeit • 13. August 2009
Zuerst die schöne, traurige Hundenummer Nummer 1: Sie stammt von „The Be Good Tanyas", einer Mädchenband aus Vancouver, die eine reinsortige, unverhätschelte Countrymusik macht, dem Banjo und der Fiedel die Ehre erweisen und zwischendurch so blaue und gänsehautmäßige Gesangsarrangements abliefern, dass sich die alten Branchenleader von „The Roches" schön warm anziehen müssen. Der Song der Tanyas heißt „Dogsong aka sleep Dog Lullaby", und er ist natürlich eine Liebesgeschichte. Tagsüber träumt die Sängerin, erzählt sie uns, nachts friert sie, und während die Sterne scheinen, werden die Hunde alt. Schnüff.

So ein Käse

Kolumnen Kurier Freizeit • 3. April 2009
Zeit für Neuigkeiten. Mein Hund Barolo und ich gingen zuletzt über den Rochusmarkt, wir wollten uns bei Frau Lorenz, unserer erziehungsberechtigten Gemüsehändlerin, den Unterschied zwischen grünem und rotem Vogerlsalat erklären lassen - um das vorwegzunehmen: auf den roten Blättern pickt mehr Sand - doch sprang uns bei der Eroberung des Markts ein neuer Stand ins Auge. 

Barolos Songs des Jahres 2008

News • 29. December 2008
Oder sagen wir so: die zwölf schönsten Lieder des Jahres, weil mein Hund bekanntlich nicht genau bis zehn zählen kann.

1. 05:55/Züri West

2. 6:45/Firewater

3. Inspiracion/Calexico

4. Teardrop/José Gonzalez

5. We're looking for a lot of love/Hot Chip

6. Love Dog/TV on the Radio

7. Falling Down/Scarlett Johannson

8. I believe in you/Cat Power

9. Red River Shore/Bob Dylan

10. Sankt Elisabeth/Molden

11. Do you love me?/Son of the Velvet Rat

12. The Dance/American Music Club

Dreibeiniges Schütteln

Kolumnen • 14. November 2008
Fangen wir beim Schluss an: das ganze Album ist atemberaubend, und wenn ich atemberaubend sage, dann meine ich: hechel. Selbst wenn du nur daheim vor der Stereoanlage sitzst, wird dich der schiere Energiehaushalt dieser Musik aus der Senkrechten ins Schüttelige transponieren, und ich kann nur weinend dem Konzert von Firewater in Wien nachtrauern, das ich wegen grober Unwissenheit verpasst habe, denn jeder Mensch, der schon einmal bei einem Live-Konzert war, weiß, wie schüttelig diese Songs sein müssen, wenn keine Stereoanlage zwischengeschaltet ist (Apropos weinen: Obamas Dankesrede gesehen?).
Ich lag mit meinem Hund Barolo in einem Sandbunker. Der Sandbunker gewährte Schutz gegen den kräftigen Nordwind, der unverdrossen die nahe Küste attackierte, und wir lagen auf dem Rücken und betrachteten Wolken. Fürs Wolkenbetrachten - mein Hund sagt: Cloudspotting - ist Dänemark zweifellos die richtige Adresse. Über uns zogen dicke Plusterwolken in dynamischen Verfärbungen und mit gut definierter Muskelmasse, während ein paar Luftschichten tiefer kleine Fetzen von Schleierwolken für Unschärfe sorgten. Alles bewegte sich. Alles veränderte sich.
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