Why not, Handelsblatt

Ploppt es? Brummt es? Trifft ein Tropfen auf die glatte Wasseroberfläche? Oder haben Sie sich ein helles Quaken aus den frühen Zeichentrickfilmen von Donald Duck auf Ihren Computer geladen, das Ihnen mitteilt, dass eben eine elektronische Botschaft auf Ihrem Email-Konto eingetroffen ist?

Ein Kollege von mir probierte es mit dem Pfeifthema aus Quentin Tarantinos Soundtrack von „Kill Bill", das hatte Klasse. Leider bekommt er etwa 50 Mails pro Tag, so dass er sich ziemlich rasch etwas Knapperes suchte, bei gleich bleibendem Unterhaltungsfaktor. Zur Zeit hustet es bei „incoming mail", und wenn der Server in Form kommt, klingt sein Computer wie ein Asthmapatient.
Ploppt es? Brummt es? Trifft ein Tropfen auf die glatte Wasseroberfläche? Oder haben Sie sich ein helles Quaken aus den frühen Zeichentrickfilmen von Donald Duck auf Ihren Computer geladen, das Ihnen mitteilt, dass eben eine elektronische Botschaft auf Ihrem Email-Konto eingetroffen ist?

Ein Kollege von mir probierte es mit dem Pfeifthema aus Quentin Tarantinos Soundtrack von „Kill Bill", das hatte Klasse. Leider bekommt er etwa 50 Mails pro Tag, so dass er sich ziemlich rasch etwas Knapperes suchte, bei gleich bleibendem Unterhaltungsfaktor. Zur Zeit hustet es bei „incoming mail", und wenn der Server in Form kommt, klingt sein Computer wie ein Asthmapatient.
Ich bin verblüfft. Ich bin verblüfft. Ich habe doch gerade erst meine Bestellung im Apple-Store mit dem finalen „Klick" bestätigt, und schon läutet es an der Tür, und der Mann vom Botendienst lädt ein voluminöses Paket in meinem Vorzimmer ab, aus dem ich das lang ersehnte, eckensteife Futteral für meinen Laptop befreie. Aber was ist denn das für eine Box, ergonomisch geformt, schwarz und slick? Darin müssen diese Kopfhörer von Bose versteckt sein, die mir beim Suchen nach dem Futteral ins Auge gestochen sind, stimmt genau, raus aus der Kiste, an den iPod angesteckt, und was für eine Freude: die Zeiten sind vorbei, als Musik sich anfühlte wie ein Wattestäbchen von links und eines von rechts; jetzt formiert sich ein Raum über meinem Kopf, störungsfrei und abgeschlossen, und meine Sitznachbarn im Flugzeug kriegen nicht einmal das leiseste Kolateralgeräusch ab. Guter Kauf.
Ich bin verblüfft. Ich bin verblüfft. Ich habe doch gerade erst meine Bestellung im Apple-Store mit dem finalen „Klick" bestätigt, und schon läutet es an der Tür, und der Mann vom Botendienst lädt ein voluminöses Paket in meinem Vorzimmer ab, aus dem ich das lang ersehnte, eckensteife Futteral für meinen Laptop befreie. Aber was ist denn das für eine Box, ergonomisch geformt, schwarz und slick? Darin müssen diese Kopfhörer von Bose versteckt sein, die mir beim Suchen nach dem Futteral ins Auge gestochen sind, stimmt genau, raus aus der Kiste, an den iPod angesteckt, und was für eine Freude: die Zeiten sind vorbei, als Musik sich anfühlte wie ein Wattestäbchen von links und eines von rechts; jetzt formiert sich ein Raum über meinem Kopf, störungsfrei und abgeschlossen, und meine Sitznachbarn im Flugzeug kriegen nicht einmal das leiseste Kolateralgeräusch ab. Guter Kauf.
Stellen wir uns vor, wir hätten einen Chef. Stellen wir uns weiter vor, unser Chef hätte mindestens eine Leidenschaft, und die wäre nicht das Erbsenzählen, sondern das Zigarettenrauchen. Stellen wir uns drittens vor, wir selbst wären leidenschaftliche bis messianische Nichtraucher, was Gott und die Welt wüssten, außer unserem Chef, der nebenbei den frequenten Kontakt zu seinen Mitarbeitern sucht und zu diesem Zweck des öfteren, und zwar unangemeldet, in unserem Zimmer stünde, um das eine oder andere mit uns zu besprechen. Day-Time-Socialising nennt er das übrigens.
Stellen wir uns vor, wir hätten einen Chef. Stellen wir uns weiter vor, unser Chef hätte mindestens eine Leidenschaft, und die wäre nicht das Erbsenzählen, sondern das Zigarettenrauchen. Stellen wir uns drittens vor, wir selbst wären leidenschaftliche bis messianische Nichtraucher, was Gott und die Welt wüssten, außer unserem Chef, der nebenbei den frequenten Kontakt zu seinen Mitarbeitern sucht und zu diesem Zweck des öfteren, und zwar unangemeldet, in unserem Zimmer stünde, um das eine oder andere mit uns zu besprechen. Day-Time-Socialising nennt er das übrigens.
Erst einmal: Gratulation! Nicht jeder von uns schafft es tatsächlich, dem meist in Katerschieflage gefassten Vorsatz, ab morgen für drei Monate keinen Alkohol mehr zu trinken, auch erhobenen Hauptes in die Wirklichkeit hinüberzuretten. Zweitens: Fröhlich! Dass Sie besagten Abstinenzvorsatz mit der Vorgabe verbinden, an Ihrem übrigen Gesellschaftsleben nichts zu ändern, und dass Sie dabei Ihr berühmtes Gewinnerlächeln aufblitzen lassen, zeichnet Sie als sozialen Extremsportler aus.
Erst einmal: Gratulation! Nicht jeder von uns schafft es tatsächlich, dem meist in Katerschieflage gefassten Vorsatz, ab morgen für drei Monate keinen Alkohol mehr zu trinken, auch erhobenen Hauptes in die Wirklichkeit hinüberzuretten. Zweitens: Fröhlich! Dass Sie besagten Abstinenzvorsatz mit der Vorgabe verbinden, an Ihrem übrigen Gesellschaftsleben nichts zu ändern, und dass Sie dabei Ihr berühmtes Gewinnerlächeln aufblitzen lassen, zeichnet Sie als sozialen Extremsportler aus.

Food & Beverage

Christian Seilers
Kolumne in

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