Österreich, Skylines

Ich bin ein professioneller Herzeiger. Wenn mir was gefällt, dann red ich drüber. Sowie mir irgendwer unter dem Siegel der Verschwiegenheit eine ganz besonders schöne Ecke dieses Landes anvertraut, oder vielleicht auch nur ein Bild in einem unentdeckten Museum oder eine Speisekarte in einem geheimgehaltenen Wirtshaus, schon wissen's alle. 
Mein letzter Besuch in Linz, Hauptstadt von Oberösterreich, gestaltete sich nicht freiwillig. Ich fuhr mit einem Mercedes Benz fortgeschrittenen Alters vom frühjahrsverschneiten Zell am See, wo ich in einem Schloss, das der Firma Porsche gehört, einen leichten Lunch genommen hatte, nach Wien, und exakt dort, wo die Innkreisautobahn von Wels auf die A2, die Westautobahn, trifft, machte irgendwas im Motor „plopp". Das „plopp" interessierte mich, ich spitzte die Ohren und stieg vom Gas, aber zu diesem Zeitpunkt wäre es vermutlich bereits richtig gewesen, auszukuppeln, denn was sich Augenblicke später unter der Motorhaube abspielte, hatte Qualitäten von Stockhausens „Quartett für vier Hubschrauber". 
Darf ich was sagen? Österreich ist ein grandioses Land. Es gibt zwar eine Menge auszustallieren, sonst würde im Wirtshaus ja kein Gespräch in Gang kommen. Aber unter der kuhzungenrauen Oberfläche österreichischer Redensarten verbirgt sich eine tiefe Wahrheit: Österreich ist überall am schönsten.
Darf ich was sagen? Österreich ist ein grandioses Land. Es gibt zwar eine Menge auszustallieren, sonst würde im Wirtshaus ja kein Gespräch in Gang kommen. Aber unter der kuhzungenrauen Oberfläche österreichischer Redensarten verbirgt sich eine tiefe Wahrheit: Österreich ist überall am schönsten.

Food & Beverage

Christian Seilers
Kolumne in

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